EBS-Studie: Social Business in Deutschland 2030

Welche unternehmerischen und sozialen Chancen bietet Social Business hierzulande? Ist Social Entrepreneurship lediglich ein neuer Trend, der das Unternehmer-Image aufpolieren soll – oder womöglich doch eine Chance, unternehmerisches Denken und soziales Bewusstsein erfolgreich zu verbinden?

Die im April 2011 vorgestellte Studie der EBS Business School „Social Business in Deutschland 2030“ hat dies nun erstmalig untersucht. In der Pressemeldung dazu heißt es:

Was birgt die soziale Zukunft? Fruchtbare Zeiten, in denen jeder für jeden sorgt und damit jeder versorgt ist? Oder soziales Brachland, den Zusammenbruch des Wohlfahrtsstaates, Altersarmut und Vereinsamung? Mit diesen Fragestellungen und Lösungsansätzen beschäftigt sich die erste Zukunftsstudie zum Thema „Social Business in Deutschland 2030 – Soziale Vision oder rentables Geschäftsmodell?“ Die Studie, die am Center für Zukunftsforschung und Wissensmanagement (CEFU) der EBS Business School erstellt wurde, beschreibt die notwendigen Rahmenbedingungen für die Gründung und nachhaltige Existenz von Social Businesses. Sie zeigt zudem das ungeheure Potenzial von Social Business für eine hoch entwickelte und stark industrialisierte Wirtschaft wie Deutschland.

Skeptischer dagegen bewertet der „Glocalist“ in seinem Online-Beitrag „Social Business: Quo Vadis“ die Prognosen und Zusammenhänge der Studie. Im Vorspann heißt es:

Im Vergleich zu klassischen betriebswirtschaftlichen Themen ist Social Business bislang kaum erforscht. Mit der nun vorliegenden Studie der EBS Business School „Social Business in Deutschland 2030“ will man diese Wissenslücke schließen. Dazu haben sich 68 Experten befragen lassen. Das Ergebnis: Social Business wird keine zentrale Rolle einnehmen und eine Randerscheinung bleiben.

Meine Meinung dazu: Grundsätzlich halte ich es für wichtig, dass sowohl die betriebswirtschaftlichen als auch die sozialen Chancen von Social Business-Engagements wissenschaftlich untersucht werden. Zumal dieses Thema hierzulande noch eher unbekannt ist und es oft Missverständnisse (z.B. soziales Unternehmertum ist ausschließlich „non-profit“ orientiert) und Vorurteile (wie etwa: eine soziale Haltung und Unternehmertum vertragen sich nicht) gibt. Die von der EBS durchgeführte Studie füllt somit auch eine Verständnislücke.

Welche soziale und gesellschaftliche Kraft sich jedoch tatsächlich aus Social Business-Engagements entwickeln wird und wie die unternehmerische Bilanz aussieht, kann meiner Ansicht nach keine Studie vorhersagen. Es liegt an den beteiligten Menschen, ob das vorhandene Potential nachhaltig genutzt wird – und vor allem, wie es genutzt wird. Oder, um es sinngemäß mit Kant zu formulieren: Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Was ich ergänzen möchte mit dem Gedanken: Schon so manches, was viele nicht für möglich hielten, haben Menschen möglich gemacht :-).

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