Neue Ashoka Fellows 2012

Sechs engagierte Sozialunternehmer wurden 2012 in die Ashoka Fellowship neu aufgenommen und damit Teil des größten internationalen  Social Business-Netzwerkes. Die neuen Fellows erwartet drei Jahre lang ein Stipendium für ihren Lebensunterhalt, damit sie sich voll und ganz der Umsetzung ihrer Idee widmen können. Außerdem: Zugang zum globalen Expertennetz von Ashoka, pro-bono-Dienstleistungen von Experten aus dem Netzwerk sowie direkte Kontakte zu anderen Sozialunternehmern oder Spezialisten aus der Wirtschaft.

Am 6.11.2012 fand im HVB-Forum, München, die Ehrung der neuen Ashoka Fellows statt. Es sind:

Heinz Frey: DORV-Zentren

Soziales Anliegen: Mit DORV-Zentren soll der zunehmende Wegfall von Einzelhandel, Dienstleistungen und kulturellen Angeboten in „schlafenden“ Dörfern und Stadtteilquartieren aufgefangen werden. Die Bürger selbst entscheiden über das Angebot in ihrem Zentrum, betreiben es eigenverantwortlich und stärken damit gleichzeitig den lokalen Zusammenhalt der Menschen. Sieben DORV-Zentren gibt es aktuell – sie alle arbeiten betriebswirtschaftlich nachhaltig und ohne Zuschüsse. Schon jetzt ist die Idee national und international auf großes Interesse in der Regionalentwicklung gestoßen.

Kontakt: http://www.dorv.de

Anja Kersten: „Was hab ich?“

Soziales Anliegen: Für Patienten ist es wichtig, ihre medizinische Diagnose  klar zu verstehen, um auf Augenhöhe mit ihrem Arzt sprechen zu können und verordnete Therapien einzuhalten. Bislang scheitert dies oft am Fach-Kauderwelsch der Mediziner. Mit dem Online-Übersetzungsservice „Was hab ich?“ erhalten Patienten individuelle und verständliche Erklärungen ihrer medizinischen Befunde – ehrenamtlich von fortgeschrittenen Medizin-Studenten und engagierten Ärzten. Im ersten Jahr der Gründung sind bereits über 4.000 Befunde übersetzt worden.

Kontakt: https://washabich.de

Thorsten Kiefer: „WASH United“

Soziales Anliegen: Weltweit Hygieneverhältnisse zu schaffen, die lebensbedrohliche Erkrankungen vermeiden helfen, ist das Ziel von „WASH United“. Dabei geht es darum, Toiletten und gutes Hygieneverhalten attraktiv zu machen und Menschen – vor allem in den ärmeren Ländern – zu motivieren, ihr Verhalten zu ändern. Die Umsetzung ist ebenso innovativ wie überzeugend: Vorbilder aus der Welt des Sports engagieren sich für diese Botschaft, Kinder können Clubmitglieder werden und Erwachsene sich in begleitenden Kampagnen informieren. In Subsahara-Afrika und in Indien ist WASH United damit bereits ein erfolgreiches Modell für die kooperative Problemlösung zwischen beteiligten Entwicklungsorganisationen, sozialen Einrichtungen, Unternehmen, Regierungen und Sport.

Kontakt: http://www.wash-united.org

Elisabeth Raith-Paula: MFM-Projekt

Soziales Anliegen: Unter dem Leitgedanken „Nur was ich schätze, kann ich schützen“ fördert das MFM-Projekt bei Mädchen und Jungen das Wissen über den eigenen Körper, damit ein wertschätzender und verantwortungsvoller Umgang mit ihm möglich ist. Die Ärztin Elisabeth Raith-Paula begleitet Mädchen und Jungen – und deren Eltern – mit diesem Wissen in die Pubertät. In Workshops für Mädchen („Die Zyklusshow“) und Jungen („Agenten auf dem Weg“) können 10-12jährige Kinder interaktiv, altersgerecht und anschaulich alle Vorgänge rund um Pubertät, Zyklus, Fruchtbarkeit und die Entstehung neuen Lebens erleben. Für die Eltern werden Informationsvorträge angeboten. Künftig möchte das MFM-Projekt Frauen und Männer in allen Lebensphasen – Kindheit, Pubertät, fruchtbare Phase, Wechseljahre – ansprechen, um ihnen einen positiven Bezug zu ihrem Körper zu vermitteln.

Kontakt: http://www.mfm-projekt.de

Christian Vater: “DEUTSCHLAND RUNDET AUF”

Soziales Anliegen: Wer seinen täglichen Einkaufswert aufrundet und spendet, kann auch mit kleinen Beträgen Gutes tun, ist die Idee hinter „DEUTSCHLAND RUNDET AUF“. Das Prinzip ist denkbar einfach: Kunden der teilnehmenden Handelspartner runden beim Einkauf ihren Gesamtbetrag um bis zu 10 Cent auf, und dieser kommt zu 100 Prozent ausgewählten Spenden-Projekten zugute. Mit der Botschaft „Gemeinsam schaffen wir in Deutschland gesellschaftliche Veränderung“ aktiviert und verbindet das Projekt auch Handelsunternehmen, die normalerweise in Konkurrenz zueinander stehen. Diese finanzieren „DEUTSCHLAND RUNDET AUF“ durch Partnerbeiträge, stellen ihre Kassensysteme um und schulen ihre Mitarbeiter. Auf diese Weise schafft Christian Vater gleichermaßen Mehrwerte für Unternehmen, Kunden und soziale Organisationen.

Kontakt: http://www.deutschland-rundet-auf.de

Christian Vieth: hofgründer.de

Soziales Anliegen: Viele ältere Landwirte haben innerhalb ihrer Familie keinen Nachfolger und müssen ihren Hof zwangsläufig aufgeben, wenn sie ihn altersbedingt nicht mehr bewirtschaften können. Über die Onlineplattform hofgründer.de stellt Christian Vieth den Kontakt zwischen abgebenden Landwirten und jungen Landwirten mit Gründungs-/Nachfolgeinteresse her und berät alle Beteiligten im Prozess der Übergabe. Auf diese Weise kann nicht nur die Existenz und Zukunft der beteiligten Familien gesichert werden, sondern es werden noch zusätzliche Mehrwerte geschaffen: die regionale Angebotsvielfalt kann gesichert werden, Monokulturen werden reduziert sowie Biolandbau und artgerechte Tierzucht werden gefördert.

Kontakt: http://www.hofgruender.de

Die Presseinformation zu den neuen Ashoka Fellows und Fotos der Veranstaltung vom 6.11.2012 finden Sie hier.

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